PKV-Beiträge zurückfordern: So bekommen Verbraucher ihr Geld zurück

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen, doch oft sind Beitragserhöhungen unwirksam. Verbraucher können ganz einfach prüfen lassen, ob die Anpassung ihrer Prämie rechtmäßig ist und ihre PKV-Beiträge zurückfordern – und zwar rückwirkend für bis zu zehn Jahre.

Diesen Artikel teilen:
PKV-Beiträge zurückfordern: Fragen und Antworten

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Die private Krankenversicherung (PKV) darf ihre Beiträge erhöhen, zum Beispiel wenn die allgemeinen Kosten im Gesundheitswesen steigen.
  • In vielen Fällen sind Anpassungen der Beiträge nach oben jedoch unrechtmäßig. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der PKV-Anbieter die Erhöhung nicht ausreichend begründet.
  • Privatversicherte dürfen bei einer Beitragserhöhung ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und den Anbieter wechseln.
  • Finanziell ist es allerdings sinnvoller, stattdessen zu viel gezahltes Geld von der privaten Krankenversicherung zurückzuverlangen.
  • Versicherungsexperten können genau prüfen, ob eine PKV Beitragserhöhung unrechtmäßig durchgeführt wurde und PKV-Beiträge zurückfordern.

 

Kostenloser Online-Check

Die PKV erhöht die Beiträge – was können Verbraucher tun?

Wenn es zu Beitragserhöhungen der PKV kommt, dann ist das für Verbraucher oft ärgerlich – und auch nicht immer rechtens. Denn der Gesetzgeber sieht strenge Voraussetzungen für die Anpassung von Beiträgen vor. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt ist eine Beitragserhöhung unwirksam. 

Wann sind Beitragserhöhungen in der PKV unrechtmäßig?

  • Wenn die Krankheitskosten für einen PKV-Anbieter steigen, dürfen die Beiträge nicht sofort entsprechend erhöht werden. Erst wenn die Krankheitskosten mehr als zehn Prozent von den kalkulierten Ausgaben abweichen, ist eine Beitragserhöhung gerechtfertigt.
  • Eine floskelhafte Begründung der Erhöhung ist nicht ausreichend. Das haben bereits zahlreiche Gerichte mit ihren Urteilen untermauert, darunter der Bundesgerichtshof (BGH). Erst 2020 entschied der BGH, dass Privatversicherte bei einer nicht ausreichenden Begründung ihr Geld zurückverlangen dürfen.

So können Verbraucher PKV-Beiträge zurückfordern

Kündigt ein Privatversicherer eine Erhöhung von Prämien an, sollten Versicherte genau prüfen, ob die Anpassung formell rechtmäßig und die Begründung nachvollziehbar ist. Da die Berechnung von PKV-Kennzahlen und -Beiträgen sehr komplex ist, können Verbraucher allerdings nur schwer nachvollziehen, wann eine Beitragserhöhung rechtmäßig ist und wann nicht.

Es ist deshalb ratsam, auf das Know-how von Versicherungsexperten zu vertrauen. Zunächst können Verbraucher einen kostenlosen Online-Check durchführen, um herauszufinden, ob die Erhöhung ihrer Beiträge zulässig war.

Fragen und Antworten zur Rückforderung

PKV-Beiträge zurückfordern: So bekommen Verbraucher ihr Geld zurück

Mit der Unterstützung von Rechtsexperten haben Verbraucher gute Chancen auf Beitragserstattungen. Im Folgenden sind die wichtigsten Fakten rund um die Rückforderung von Beiträgen zusammengefasst.

Unter welchen Voraussetzungen kann ich Beiträge von meiner PKV zurückfordern?

Alle Privatversicherten, die von einer Beitragserhöhung betroffen sind, können ihr Geld zurückverlangen, wenn die Erhöhung unrechtmäßig war. Es ist dabei unerheblich, bei welchem Anbieter sie versichert sind und in welchem Tarif.

Meine letzte Beitragserhöhung liegt eine Weile zurück – wie lange kann ich PKV-Beiträge zurückfordern?

Die Ansprüche von Versicherten auf Beitragserstattung verjähren nach drei Jahren. Unter Umständen kann die Verjährungsfrist jedoch auch zehn Jahre betragen. Mit der Unterstützung eines Experten haben Verbraucher bessere Chancen darauf, das Maximum aus ihren Ansprüchen zu holen.

Was steht mir zu, wenn die Erhöhung unwirksam war und ich erfolgreich klage?

Hat eine PKV unrechtmäßig die Beiträge erhöht, muss sie ihren Versicherten die – je nach Verjährungsfrist – in den letzten drei bis zehn Jahren zu viel gezahlten Beiträge zuzüglich Zinsen zurückzahlen.

Verliere ich meinen Versicherungsschutz, wenn ich von meiner PKV Geld zurückverlange?

Nein, Versicherte holen sich lediglich zu viel gezahltes Geld zurück. Die Prämie für Leistungen, die den Versicherten zustehen, bleibt unangetastet und damit besteht auch der Versicherungsschutz weiterhin.  

Wie finde ich heraus, ob ich Anspruch auf eine Rückzahlung habe?

Die VerbraucherRitter bieten einen kostenlosen und unverbindlichen Beitrags-Check für Privatversicherte an. Der Check zeigt, ob Beitragserhöhungen rechtens waren und es sich lohnt, zusammen mit Experten Geld von der PKV zurückzufordern.

Wie läuft die Prüfung mit Experten ab?

Ein Rechtsanwalt prüft, ob die Beitragserhöhung rechtmäßig war und erstellt eine Ersteinschätzung. Der Versicherte kann dann entscheiden, wie er weiter verfahren will. Versicherungsexperten, die auf Beitragserstattungen spezialisiert sind, ermittelt die voraussichtliche Erstattungshöhe und können für den Versicherten die zu viel gezahlten Beiträge zurückfordern.

Diesen Artikel teilen:

WAS STEHT IHNEN ZU?

Ob Abgasskandal, Bußgeldbescheid, Autokredit oder hohe Versicherungsbeiträge: Prüfen Sie kostenlos Ihre Rechte als Verbraucher.
Schnell, einfach und unverbindlich.
Bekannt aus
Empfohlen von